DIE VORREINIGUNG.
Das Wasser enthält Grobstoffe unterschiedlichster Art, die eigentlich
in die Mülltonne gehören. Die Rechenanlage siebt die Grobstoffe
heraus, die anschließend mit Hilfe von einer Waschpresse gereinigt und
entwässert werden. Das sogenannte Rechengut wird mit dem Hausmüll
verbrannt.
Das Einzugsgebiet:
Die Kläranlage wird betrieben vom Abwasserverband der Aschaffgemeinden. Das Verbandsgebiet umfaßt sechs Mitgliedsgemeinden mit insgesamt 14 Ortsteilen:Bessenbach (mit Oberbessenbach), Straßbessenbach, Keilberg und Steiger, Laufach (mit Fronhofen und Hain), Sailauf (mit Eichenberg), Waldaschaff, Haibach (nur Grünmorsbach und Dörmorsbach) sowie Hösbach (nur Winzenhol und ein Teilbereich von Hösbach Bahnhof).
Nachdem im Sandfang der meist von öffentlichen Verkehrsflächen kommende Sand entfernt wird, findet im Vorklärbecken eine weitere Trennung von Feststoffen statt. Diese sind im Regelfall schwerer als Wasser, setzen sich im Vorklärbecken ab und werden der Schlammbehandlung zugeführt.
DIE PUMPWERKE:
Das mechanisch gereinigte Abwasser (die Schmutzfracht wurde bereits um 1/3 reduziert) wird über die Zwischenpumpwerke zum biologischen Reinigungsteil gefördert. Auch der Rücklaufschlamm (siehe unten DIE NACHKLÄRUNG) wird über solche Pumpwerke wieder in den Zulauf zu den Belebungsbecken geleitet.
DIE CHEMISCHE REINIGUNG:
Dem Zulauf zu den Belebungsbecken werden bei Belastungsspitzen ein chemisches Fällmittel zugesetzt um den Nährstoff Phosphor, der zum größten Teil biologisch aus dem Abwasser entfernt wird, auch chemisch nach den Einleitungsbestimmungen zu eliminieren. Phosphate gelangen vor allem aus Waschmittel in das Wasser.
DIE BIOLOGISCHE REINIGUNG:
Die Belebungsbecken stellen das Herzstück der biologischen Reinigung dar. Kleinstlebewesen nehmen unter günstigen Bedingungen die im Abwasser gelösten organischen Inhaltsstoffe und Ammonium als Nahrung auf. Endprodukt ist eine anorganische Verbindung. Bei entsprechender Sauerstoffzufuhr vermehren sich die Tierchen in der Schlammbildung. Je größer die Schmutzfracht desto mehr Tierchen bilden sich.
Der notwendige Sauerstoff wird wie bei einem riesigen Whirlpool über großflächige Belüftereinrichtungen in das Abwasser eingeblasen.
DIE NACHKLÄRUNG:
Das von den Kleinstlebewesen produzierte Abwasserschlammgemisch fließt aus dem Belebungsbecken dem Nachklärbecken zu. Hier werden die Kleinstlebewesen vom geklärten Abwasser getrenntund an ihren Arbeitsplatz zurückbefördert. (Rücklaufschlamm)
Das gereinigte Abwasser wird in die Aschaff geleitet und damit der Natur wieder zugeführt.
DAS LABOR:
Die Kläranlage wird ständig überwacht. In allen Klärstadien werden Proben entnommen und ausgewertet. Die Messungen dazu finden an High-Tech-Anlagen statt, die es u.a. auch ermöglichen, die "fleißigen Helfer" (die Mikroorganismen) auf ihrem Arbeitsfleiß hin zu kontrollieren.
DIE FAULTÜRME:
Voreingedicker Schlamm wird zusätzlich mit nicht eingedicktem in die Faulbehälter gepumpt. Unter Luftabschluß und bei einer Temperatur von36°C wird hier der organische Schlamm durch Einfluß von Methanbakterienausgefault. Dabei entsteht Klärgas das zu wesentlichen Teilen den Energiebedarf der Kläranlage decken kann.
DAS KLÄRGAS:
Das bei der Schlammfaulung entstehende Klärgas wird ökonomisch sinnvoll mit einem Blockheitzkraftwerk in elektrische Energie und Wärmeenergie umgewandelt, die einen großen Teil der Energiekosten der Kläranlage ersparen.
DIE SCHLAMMVERWERTUNG:
Der aufbereitete Schlamm wird in Schlammbehältern, sogenannten Schlammbeeten gespeichert und - dem Nährstoffbedarf der Ackerböden entsprechend landwirtschaftlich verwertet.
Wasser ist Leben:
Wasser ist unersetzlich für alles pflanzliche, tierische und menschliche Leben auf der Erde. Ohne Wasser ist auf unserer Erde kein Leben möglich. Nutzbar für uns Menschen ist aber nur das Süßwasser, das den kleinsten Teil der Wasservorräte ausmacht. Dieses ist einem ständigen Kreislauf (aus Niederschlag, Abfluß, Verdunstung und Speicherung) unterworfen. Dieser Kreislauf darf von uns nicht gedankenlos zerstört werden, damit unsere Nachkommen eine saubere Umwelt erhalten bleibt.
Zitat: Walter Rosbach, Verbandsvorsitzender.







Informationen und Texte aus der Broschüre der Kläranlage Weiberhöfe.
Günter Gräser.