- BSB 5 Schmutzfracht 1500 kg BSB 5 / Tag
- N gesamt Schmutzfracht 275 kg N/Tag
- P gesamt Schmutzfracht 62,5 kg P/Tag
Bei der Kläranlage Alzenau handelt es sich um eine mechanisch-biologische Anlage, die bei In Betriebnahme 1966 auf 15.000 Einwohner und Einwohnergleichwerte (E + EGW) ausgelegt war. Nach den Erweiterungsbaumaßnahmen 1984 und 1996 besitzt sie nun einen Kapazität von 25.000 E + EGW. Es werden die Abwässer der Stadtteile Albstadt, Michelbach, Kälberau, Alzenau und Wasserlos gereinigt. Hierbei werden bei einem Abwasseranfall von 5.600 m³/Tag Trockenwetterzufluß folgende Schmutzfrachten eliminiert:

Verfolgt man den Weg des Abwassers, werden folgende Bauteile/Systemkomponenten durchlaufen:
- Rohabwasserhebewerk
Hierbei handelt es sich um ein Schneckenpumpwerk mit zwei Schnecken zur Anhebung des anfallenden Abwassers auf die erforderliche hydraulische (Förderhöhe 5,70 m) Höhe zum Durchlaufen der Kläranlage. Die Leistung der Hebeschnecken liegen zwischen 65 und 180 l/sec.
- Rechenanlage
Hierbei handelt es sich um einen Filterstufenrechen mit angegliederter Rechengutwäsche und Rechengutpresse.
- Belüfteter Langsandfang zur Abscheidung der mineralischen absetzbaren Stoffe.
- Vorklärung
Hierbei handelt es sich um ein horizontal durchströmtes Längsbecken mit Schlammräumwagen mit einem Volumen von 275 m³.
- Biologische Reinigungsstufen in Form eines runden Kombinationsbeckens mit innenliegender Nachklärung und umflaufenden Belebungrings mit einem Belebungsvolumen von 1.260 m³ sowie einem zweistraßigen Kaskadenbecken, dessen Beckenvolumen von 3.740 m³ zum größten Teil zur Denitrifikation herangezogen wird. Die Nachklärung erfolgt im Kombinationsbecken. Hierbei stehen 2.130 m³ mit einer Oberfläche von 645 m² zur Verfügung.
- Chemische Phosphatfällung mittels flüssigem Aluminiumsulfat, das im sogenannten Bypassverfahren dem Rohrwasser zugegeben wird.

Der in der Belebung anfallende Überschußschlamm wird nach seiner Voreindickung im Faulturm anaerob ausgefault (stabilisiert). Das hierbei entstandene brennbare Faulgas (rund 70 % Methan) wird dem Faulbehälter entnommen und im Gasbehälter mit einem Volumen von 300 m³ gespeichert. Dieses anfallende Gas wird für die Beheizung des Faulturms auf 30° bis 34° sowie der Beheizung der Betriebsgebäude und Warmwasserbereitung verwandt.
Der ausgefaulte Schlamm wird anschließend mit Hilfe einer Bandfilterpresse von 3 - 4 % TS-Gehalt auf 25 % TS-Gehalt entwässert. Der so entwässerte Schlamm wird zur landwirtschaftlichen Verwertung ausgefahren.
Beim Betrieb der Kläranlage wird auf neueste Steuerungs- und Computertechnologie zurückgegriffen.